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New York II. Teil

Alsoooooooooo die nächsten Berichte wieder vom heimischen Rechner... konnte mich aus New York leider nicht mehr einloggen (myblog.de ist wohl nicht immer von Amerika aus zu erreichen :-)).
Ich glaube ich gebe es auf, in tageweiser Reihenfolge zu berichten. Wir haben so viel erlebt in dieser Woche, ich muss es erst einmal verarbeiten.
Sind gestern morgen wieder hier bei strömendem Regen gelandet und ich war sofort sehr unglücklich. Wollte augenblicklich wieder zurück. Wollte ja schon gar nicht nach Hause...

Aber was haben wir noch so gemacht:
wir sind mit der U-Bahn zur Brooklyn-Bridge gefahren und dann zu Fuss über die Brücke gegangen. Ein wieder mal eindrucksvolles Erlebnis! Du siehst Manhattan und die toll Hochhäuser. Links und Rechts neben der Brücke fahren unter einem die Autos und direkt unter einem fließt der Hudson River. Die Idee zu der Brücke hatte übrigens jemand der ursprünglich mal Deutsch war. Ich weiß nicht mehr genau von wann die Brücke ist, aber sie ist sehr, sehr alt. Man geht über Holzplanken (ist übrigens sehr angenehm) und kann unten das Wasser sehen. Die Brücke selber ist auch eine sehr, sehr schöne Brücke. Am anderen Ende angekommen (sie ist ca. 2km lang), sind wir dann wieder zurückgegangen. Dabei haben wir uns einen ziemlichen Sonnenbrand geholt... Aber es hat sich gelohnt. Man wird mit einem wunderbaren Ausblick belohnt. Man blickt auf das Woolworth Building... Das Gebäude der Citybank und noch viele, viele weitere Wolkenkratzer.

Die Jogger, die bei einer Temperatur von über 40 Grad noch über die Brücke laufen, habe ich im übrigen auch sehr bewundert. Man kann die Nachbarbrücken sehen, und der Hudson River ist bestimmt zweimal so breit wie unser Vater Rhein...
Als wir von der Brücke kamen, haben wir uns erst mal wieder mit Wasserflaschen versorgt und sind dann zu Fuß Richtung China Town... Und es war soooooooooooo heiß.

In China Town angekommen fühlten wir uns erst mal wie in "China *gg*". Emisges Treiben auf den Straßen, totales GEdränge, in der Tat viele, viele Chinesen. Selbst das MC'Donalds Zeichen ist chinesich. Man wird ganz leise von Chinesen angesprochen "Do you want Rolex??? Louis Vuitton??" Auch dort blüht der Handel mit Fakes. Dann führten sie die Touris in Seitenstraßen und Hinterhäuser rein... (nein, wir haben es nicht gemacht). War aber interessant zu beobachten.
Dann kamen die typischen chinesischen Restaurants. So wie man es aus dem Fernsehen kennt... mit toten in den Fenstern hängenden Tieren. Enten, Hühnern und was weiß ich noch alles... ok, wir sind auch irgendwann in so einen Laden rein, weil ich Hunger hatte. Gut, dass ich mit Stäbchen essen kann, dachte ich mir dann. Habe vorsichtshalber mal was mit Chicken bestellt. War mir dann sicher, dass ich keinen Hund und keine Katze und keine Ameisen bekam. Es war auch noch Ente mit drauf. Allerdings die chinesische Zubereitung und die hab ich dann nicht gegessen (so komisch, mit Knochen und Gummihaut...). War aber ein Erlebnis. Waren auch nur Chinesen in dem Laden.
Dann gab es noch eine wohl berühmte chinesische Eisdiele. Dort haben wir grünen Tee Eis und Ingwer Eis gegessen. In einem Drugstore dort war alles in chinesisch geschrieben. Echt witzig, Nivea Produkte in dieser Schrift zu sehen. Wir haben aber beschlossen, dass wir das nett fanden, aber es nicht wirklich unser Ding ist. Ich finde diese Menschen einfach nur anders. So ganz anders.
Wir sind also mit der U-Bahn richtung City gefahren und an der Pen-Station ausgestiegen. Da waren wir wieder mitten in New York City! Da gefiel es uns irgendwie besser. Von dort aus sind wir dann in den Central Park. Natürlich nicht, ohne uns -mal wieder- mit einem "iced Cappucino to go" zu versorgen.
Wir haben es geschafft, einen winzigen Fleck des Central-Parks anzusehen. Er ist einfach riesig. Und wunderschön... Dort sitzen die Leute mit ihren Notebook's. Übrigens auch einfach nur klasse: Du kannst Dich überall in New York City mit Deinem Notebook ins Internet einloggen. In Parks, in Bibliotheken... Ich sag es ja: MEIN LAND :-))). Die telefnieren auch nicht mehr mit solchen Handy wie wir. Nein, sie haben "Blackberrys", mit denen Du gleichzeitig oder sagen wir mal hintereinander, ins Internet gehen kannst und Mails schicken und abholen kannst.
Einfach der WAHNSINN!!. Desweiteren hält der Newyorker auch kein Handy mehr ans Ohr, nein! sie haben Blootooth. Der New Yorker ansich telefoniert auch ständig... überall und in -fast- jeder Lebenslage. Einfach geil! Es guckt Dich auch keiner an, wie Du gekleidet bist. Nochmal einfach geil! Da geht alles! Wo wir dann beim nächsten Erlebnis wären: vom unserer Ecke des Centralparks war man direkt in der Nähe des berühmten Broadways! Und es kann ja nicht angehen, dass man in New York ist und nicht am Broadway in einem Musical gewesen ist, oder?? Allerdings zu normalen Preisen unerschwinglich (110,-- Dollar und die billigsten Plätze 60 Dollar pro Person!!). Wir haben aber herausbekommen, dass man, wenn die Schow ausgebucht ist, noch Stehplätze bekommen kann und die sind dann erheblich billiger. Das geht aber nur ca. eine Stunde vor Beginn des Musicals. Und bei uns lief u.a. Mamma Mia von Abba! Das wollten wir schon unbedingt sehen. Allein schon wegen der Hits "aus unserer Zeit".
Es war viertel nach sieben, als wir dort ankamen. Und: es gab noch Karten für sage und schreibe 20,--Dollar!! Wir natürlich sofort zugeschlagen. Wir waren zwar total kaputt, ich mit meinen Flip-Flops (ohne ging da übrigens gar nicht. Die sind dermaßen hip da drüben. War also ohne es zu wollen mit den absoluten Inn-Schuhen bekleidet), Rock und T-shirt. Ralf mit seinen kurzen Shorts und mit mehreren Shopping-Tüten beladen. Wir dachten nur: so kann man doch nicht ins Musical gehen. Aber wie gesagt: In New York ist ALLES möglich! Wir hatten noch knapp eine halbe Stunde Zeit, bis es losging. Also schnell nach nebenan in einen Sandwich-Shop, Salat (die machen einfach nur tolle Salate) und eine Diat-Coke bestellt und ab ins Musical. Es gab total chic gekleidete Menschen, sehr, sehr elegant. Und solche wie uns (Gott sei Dank wir waren nicht die einzigen).
Und dann ging es los!! Das Musical war der Hammer!! Ich hatte zwischendurch das GEfühl, ich träume. Ich konnte es gar nicht fassen. Ein Musical in New York am Broadway. Und die ganzen Songs von Abba... Das war sooooooooooooooooooooooo schön. Gegen halb elf war es dann zu Ende. Es sollte aber noch nicht das Highlight gewesen sein!!

Von dort aus sind wir dann zum Time-Square gegangen. Und ich war mal wieder überwältigt. Was man dort zu sehen bekommt, verschlägt einem -wieder mal- die Sprache. Leuchtreklame an den Häusern. Aber was für eine! Ganze Filme laufen da ab. Und die GEschäfte hatten auf. Man konnte noch nachts um elf einkaufen. Menschenmassen in Abendkleidern, in Jeans schoben sich über die Straßen und immer wieder: Strechlimousinen! In allen Größen, in schwarz, in weiß... Mit Wunschkennzeichen. So hab ich z.B. eine gesehen wo vorne ganz groß ein Schild drin lag: "JESUS". Und das Kennzeichen war "Zion 7". WAHNSINN!! Ich rufe laut zu Ralf: Guck mal, da ist Jesus! Alle Leute drehen sich um, gucken mich dann völlig verständnislos an... Ich meinte natürlich das Auto mit dem Schild Jesus drauf! Hm... sorgte für einige irritierte Blicke. Schafft man also doch in New York :-)).

Ach ja, im Central Park haben wir eine Gruppe von Rappern gesehen. Aber sowas von klasse und perfekt. Und anders als bei uns ließen die Leute sich nicht lumpen, als sie mit einer Tüte rumgingen und etwas Geld für ihre Darbietung zu bekommen. Die meisten taten 5 Dollar rein! Und hier stellen sich die Leute an wegen 0,50 Cent!! Und die Jungs waren richtig gut!
Dieser Tag neigte sich dann dem Ende zu und war mal wieder sowas auf aufregend.
Ich hab mich im übrigen niemals unwohl auf den Straßen gefühlt oder irgendwie Angst gehabt. Was ich auch total faszinierend fand: die Sirenen der Feuerwehr und der Krankenwagen. Könnte man hier auch einführen. Haben irgendwie was beruhigendes nicht so ätzend wie hier. Und die sind in der Lage, die unterschiedlichsten Geräusche zu machen. Wahrscheinich je nach Dringlichkeit.
@Dave: wir waren natürlich auch bei Ketz' Deli essen. Für alle, die es nicht wissen: dort wurde die berühmte Szene von Harry & Sally gedreht, wo sie den Höhepunkt nachmacht und die Frau am Nebentisch sagt: das was sie hat, will ich auch haben.
Muss dazu sagen: das Essen war das schlechteste, welches ich in der Woche hatte. Der Laden war auch nicht wirklich schön. Aber man musste eben mal dagewesen sein.

Wir haben unter anderen auf dem Dach des Peninsula-Clubs einen Drink genommen, auf der Dachterrasse des Ritz-Carlton Hotels im 26 Stock mit Blick auf die Freiheitsstatue und den Hudson River. Geil!! Einfach nur Geil!!!(sollte ich mich an dieser Stelle wiederholen: es tut mir leid). Es gibt auch CLubs auf Dachterassen mit Swimmingpools...


Wir haben ein Jazzkonzert im Park des berühmten MOMA gesehen und gehört. Und Ralf ist einen Morgen um viertel vor sechs aufgestanden, weil um sieben Uhr am Rockefeller-Center die Gruppe Chicago spielte. Konnte man das Konzert umsonst sehen. Ich war einfach zu müde... Da hätte schon Robbie Williams oder Organic spielen müssen...

Aber es gab noch mehr Highlights: so waren wir zum Beispiel im zur Zeit angesagesten Club "Croba" in New York. Da kommt man natürlich nicht einfach so rein.... Haben uns im Internet auf die Gästeliste setzen lassen. Sind dann abends mit dem Taxi hin. Aebenteuerliche Gegend kann ich nur sagen... Uwe und Beate wollten nicht aus dem Taxi aussteigen. Ich sagte nur: ach der Dave hat gesagt, die Clubs sind immer in solchen Hinterhäusern. Drinnen ist es dann ganz cool (hoffe, Du hast es wirklich gesagt...). Wir also raus. Da standen bestimmt hundert oder noch mehr Menschen an, um da rein zu kommen. Wir dann ganz cool an den Eingang. Gesagt, wir ständen auf der Gästeliste. Und oh Wunder: wir kamen sofort vor allen anderen rein!! War das ein geiles Gefühl... So ein bisschen VIP ist ja hip :-)).
Auch die Schow was abgeht, bevor man da reinkommt: Taschenkontrolle, totale Leibesvisitation... Bändchen bekommt man an den Arm und dann gehts rein... WAHNSINN!! Ich habe festgestellt einen Vorteil hat unser Alter ja, man kommt überall rein, weil man uns wohl unterstellt, wir können uns das leisten *grins*. Als wir rauskamen, standen um ein Uhr morgens noch mindestens zweihundert oder noch mehr Leute an, um da rein zu kommen. Unglaublich!!


Wir waren dann noch im Rockefeller-Center in der "Rainbow-Bar" die es wohl so seit den dreißiger Jahren gibt. Wir fuhren mit einem Aufzug in die 64!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Etage. Es machte nur einen Hauch um man war oben. Dort nahmen wohl den teueresten Cocktail (18Dollar) und ich die teuerste Cola (9Dollar) meines Lebens zu mir. Aber das war es wert: der Blick über Manhattan war unbeschreiblich. Ich meine der Blick vom 26. Stock war ja schon der Hammer, aber aus dem 64!! Stock atemberaubend. Und dort zur Toilette zu gehen! Die Schow. Leider waren die Seifenspender fest installiert. Ich hätte sie so mitnehmen können.... (NEIN, ich bin nicht wirklich kriminell).


Wir waren in Läden, wo man selber Hasen und Bären zusammenstellen konnte (man kaufte die Hülle, die wurde dann mit "Leben" = weiße Flocken gefüllt). An Zubehör gab es alles, was mich vorstellen kann: Flip-Flops, Pantoffeln, Sneakers... Unterschiedlichste Kleidung... Haarspangen... Hüte... Taschen us.w. Der Türsteher sprach mich amüsiert an, weil ich es einfach nicht fassen konnte, was da so abgeht.
Selbstverständlich waren wir bei Tiffany&Co. dem berühmtesten Juwelier in New York. Vom Kaufen haben wir dann doch Abstand genommen... aber auch da: No Problem with T-shirt and Flip-Flops.

Wir waren in allen bekannten Kaufhäusern wie Macy's, Bloomingdale's und Saks (sehr elegant). Und man kann sich auch nicht vorstellen, WIE breit dort die Menschen sein können. T-shirt s gibt es z.B. in XXXXL. Aber mir war selbst S vieeeeeeeeeeel zu gross. Ein einziger Laden führte "petit" größen. Die haben mir dann gepasst :-)). Aber man sieht ebenso schlanke und wunderschöne Menschen. Es stimmt also nicht, dass alle Amis total fett seien. Auch sehr empfehlenswert: Supermärkte! Es gibt wirklich fettfreie Milch in den USA. Nennt sich dort Skim-Milk und sieht auch irgendwie so aus. Man guckte mich immer sehr komisch an, wenn die die "Vollmilch" in den Kaffee gekippt habe.


Nicht zu vergessen: wir waren Sonntagmorgen in einer Baptist-Church! @Dave: danke, danke, danke für Deinen Tipp, den 9.00 Uhr Gottesdienst zu besuchen und mindestens eine halbe Stunde eher da zu sein!!!!!!!!!!! Wir waren bereits um 8.30 Uhr, wollten ganz gemütlich in die Church gehen. Sagt der Türsteher: NO!! Wir sollten doch bitte eine Häuserecke weitergehen, man würde uns zu Beginn des Gottesdienstes holen. Wir waren etwas irritiert aber gingen brav. Dort standen dann aber schon 20 Leute. Na ja... wir dachten: wir sind auf jeden Fall dabei. Standen... und standen... und standen... nach einer Stunde!! waren es dann ca. 150 Leute, die da standen. Dann kam er und sagte ganz ruhig: sie können jetzt kommen, aber please "NO FLIP-FLOPS". Und ich hatte Flip-Flos an!! War der Verzweifelung nahe. Er ließ sich nicht erweichen! "Zufällig" war an der Ecke ein Mann, der verkaufte Gospel-CD'S und.... schwarze Flip-Flops vorne geschlossen! Außer mir stürzten sich noch einige andere Frauen auf seinen Bestand und kauften für 4 Dollar die Baptist-Church-Flip-Flop-Version. Somit war der Eintritt in die Absinnian-Baptist-Church gesichert!! Die anderen haben echt umsonst da gestanden. Und außerdem passten vielleicht 60 Besuche eh nur noch rein. Die Besucher des Gottesdienstes waren 90 Prozent Schwarze. Und wie die gekleidet waren: wie aus dem Ei gepellt. Die Männer schicke Anzüge, die Frauen sehr schicke Kostüme oder Kleider, mit Hut. Toll!!

Dann der Gottesdienst: es gab Servicekräfte (ich nenn sie jetzt einfach mal so), die einem den Platz zuwiesen und später auch die Kollekte einsammelten. Gekleidet in weißen Dinnerjackets mit weißen Handschuhen... wahnsinn!! Dann der Chor: in langen dunkelroten Roben wie man es sich aus dem Film mit Woopie Goldberg "Sister Act" vorstellt. Hammer, wie die singen konnten!! Ich dachte nur, die Touris, die sich so einen lockeren Gospelgottesdienst angucken wollten, wurden wohl enttäuscht. Für uns ein ganz normaler Gottesdienstablauf. Wir kennen es ja aus unserer Baptistengemeinde. Aber für die muss es echt befremdlich gewesen sein. Es gab eine Gastpredigerin. Auch in schwarzer Robe (fand ich aber sehr gut!!). Die predigte voll das Evangelium! Mit Leib und Seele, mit Händen und Füssen. Die war sowas von leidenschaftlich! Und was sie sagte hatte auch Hand und Fuß! Und sie rief die Menschen am Ende des Gottesdienstes auf, ihr Leben Jesus zu geben und zu überdenken, wie sie denn so ihr Leben führen und was wirklich wichtig ist im Leben.

WOW!!! Und es kamen tatsächlich drei Leute nach vorne. Keine jungen Leute, sondern so im mittleren Alter! Nochmal WOW!! War auch toll, einfach nur toll. Von Harlem aus sindwir dann erst mal ins Hotel um uns umzuziehen. Es wurde mittlerweile immer heißer. Gefühlte 48Grade mindestens. Sind dann ins Lincoln Center gegangen. War einfach nur klasse. Mit Blick auf einen großen Platz mit Kreisverkehr (Concord Place glaube ich). Am Ende war der Central Park. Montagabend sind wir dort noch in einer Bar gewesen. Haben dort an einer riesigen Fensterfront gesessen mit BLick auf diesen Platz, die traumhaften Hochhäuser und waren sooooooooooooooooooo traurig, dasswir wieder nach Hause mussten!

Abfahrt: gegen ein Uhr wurden wir von unserem Chuttle-Service abgeholt. Wir mussten -eigentlich- dreieinhalb Stunden vorher am Flughafen sein. Was wir nicht wussten: er musste außer uns noch sechs andere Leute in New York City einsammeln! Klasse! Es waren schon gegen mittag 46 Grad. Zwei Tage vorher wurden schon Notlichtlampen ausgegeben, weil man mit dem totalen Stromausfall in der Stadt rechnete. In Queens war ja schon tagelang Stromausfall. Toll! Das wollten wir dann doch nicht erleben. Wir kamen dann mitten in den vollen Verkehr, den man so aus verschiedenen Filmen kennt. Dann meinte einer noch, er müsse sofort zum Hotel zurück, er hätte wasvergessen. Ich denke: der spinnt dochwohl!! Nein, er musste dann unterwegs "nur" mal pinkeln. Der hatte echt einen Knall. Bei der Hitze stand natürlich auch keiner auf der Straße und wartete ordentlich mit Koffer auf den Shuttle. Also musste er jedes Mal das auto ausmachen = KEINE Klimaanlage mehr und auf die Leute warten, die teilweise aus dem 10. Stock kamen. Unsere zeit wurde immer knapper. Als wir ihn darauf aufmerksam machten, dass wir -eigentlich- seit einer Stunde am Flughafen sein müssten meinte er nur: wir könnten ja aussteigen und ein Taxi nehmen. Ja!! Da sagtste erst mal nix mehr!! Dann trat der Gau ein: die Klimaanlage fiel aus!! Meine Füsse wurden auf einmal so heiß, hab mir an der Innenscheibe des Fensters fast die Hand verbrannt... und wundere mich nur. Wir saßen Gott sei Dank ganz vorne. Hinter uns den Leuten lief das Wasser nur noch so runter. Als wenn sie unter einer Dusche stünden... Dann ging die Wasseranzeige desAuto bedenklich in den roten Bereich... unter der Kühlerhaube fing es an zu dampfen... und wir mussten in einen Tunnel fahren. Ich merkte, wie ich leicht hysterisch wurde. Wie ich keine Luft mehr bekam... selbst das Öffnen der Fenster und Türen brachte nur heiße Luft. Gut dachte ich mir: erinner Dich an die Entspannungsübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Es hilft alles nichts! Du kannst hier jetzt nicht raus. Mein Mann wurde immer ruhiger. KEin gutes Zeichen. Uwe flippte völlig aus. Beate versuchte ihn zu beruhigen. Die AMis versuchten noch Jokes zu machen... Aber wir waren alle ziemlich genervt.

Nach einer Stunde ging die Klimaanlage wieder. Es waren gefühlte 20 Stunden! Nach drei Stunden in diesem Shuttle-Auto kamen wir ENDLICH am Flughafen an. Die MAschine hatte eine Stunden verspätung. Einchecken war kein Problem. Und wir hatten noch fast ganze drei Stunden Zeit. Ich hatte aber wohl einen leichten Kreislaufkollaps. Mein Körper kühlte irgendwie nicht mehr runter. Mir war heiß, mir war schlecht. Alle liefen in Strickjacken rum und ich hätte mich am liebsten ausgezogen. Nach der zweiten Flasche Wasser ging es dann besser. Hörte alles wie durch WAtte. Dann in den Flieger. Die nächste nette Botschaft: wir waren an Wartepositon 35 oder so.... das hieß: eineinhalb Stunden im Flieger sitzen und warten, dass er endlich starten kann. GEstern morgen um halb zehn waren wir dann wieder in Düsseldorf. Haben den Alex abgeholt, der war bei meinem Onkel, weil meine Mutter noch am Sonntag vorher ins Krankenhaus musste. Das war auch noch so ein Ding: bis ich mal jemanden gefunden hatte, der ihn für die Woche nimmt! Hätten fast noch vorher New York stonieren müssen 24 Stunden vorher. Das Vicci war am Samstag vorher ohne Pass nach Griechenland unterwegs. Doch bis wir endlich los konnten, war es ziemlich stressig. Alles in allem, bis wir dann wieder hier waren, waren wir mehr als 24 Stunden nonstop auf und totmüde. Ich hab dann Koffer ausgepackt, die erste Waschmaschine angeschmissen und hab mich "kurz" aufs Sofa gelegt. Ich wollte ja wegen der Zeitumstellung bis abends aushalten. War wohl nix. Ich hab drei Stunden geschlafen. Bin dann taumelnd aufgestanden, hab bis elf Uhr noch Wäsche gewaschen und ausgeräumt... Fotos geguckt... Bin dann wieder ins Bett gefallen und hab bis heute halb zwei mittags geschlafen. Nix wirkich geschafft außer: zwei Telefonate, Wäsche waschen und dasWichtigste: den Reisebericht zu Ende schreiben!!! Sitz immer noch im Schlafanzug, es ist mittlerweile zwanzig vor sieben und ich werde mich wohl nicht mehr anziehen...
Das Wars! Und ich möchte so gern wieder nach New York...
Auf dem Rückflug gab es den Film "Dance" mit Antonio Banderas. Der wurde in New York gedreht. Und ich sage: man sieht die Filme auf einmal ganz anders. Man sagt immer: ja... genauso ist es dort... ja guck mal, das haben wir gesehen... Wir werden demächst auch mal Harry&Sally gucken :-))). Eine total geile Stadt. Eine überwältigende Stadt.
Ach ja: wir waren auch in der größten Bibliothek. Dort wurden einige Szenen des Films The Day after Tomorrow gedreht. Als ich davor stand dachte ich nur: ich kenne dieses GEbäude... Undvon innen war sie einfach nur gigantisch. Einfach unglaublich... mir fallen einfach keine anderen Worte mehr dazu ein. Man muss selber da gewesen sein, um das zu verstehen.
3.8.06 18:50
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dave / Website (3.8.06 19:14)
Ich weiß wovon du redest.
Freut mich, dass es euch auch so gut gefallen hat und, dass ihr wieder heil zurück seid! Schön geschrieben.
Bis die Tage mal.
Eine hinter Laptop und Büchern festgebackener Student...

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